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Exklusives SEO-Interview mit dem Black Hat Sith

Mein Kollege Der Black Hat Sith von der Exact Match Domain blackhatsith.com hat auf seinem Blog einen Beitrag über mich verfasst und mich anschliessend kontaktiert, um mir ein Interview zu gewähren.


Interview mit dem Black Hat Sith

Das Interview wurde via Skype geführt.

Warum bietest du mir ein Interview an?

Das ist eine berechtigte Frage. Der Black Hat SEO versucht normalerweise unter dem Radar zu bleiben. Er will nicht zu viel Aufmerksamkeit erregen – er weiß, dass Aufmerksamkeit schlechte Dinge mit sich bringt. Im Wesentlichen lebt er im Schatten, bleibt auf der dunklen Seite der Macht um im Star Wars Jargon zu bleiben. Er spricht nicht auf SEO-Konferenzen wo sich der White Hat Jedi rumtreibt. Er veröffentlicht keine Blog-Artikel oder verliert seine Zeit in Facebook-Gruppen voller SEO-Anfänger. Er hängt höchstens mit anderen Black Hat Siths auf Konferenzen und Roadtrips rum.

Unabhängig von der Konferenz wird die eigentliche Information durch das Netzwerken gewonnen – vor allem, wenn Alkohol im Spiel ist. Kein Black Hat Sith ist dumm genug, um seine Geheimnisse in der Öffentlichkeit zu verbreiten.

Alkohol, der einfachste Weg an SEO-Geheimnisse

Um auf deine Frage zurückzukommen: Aus Mitleid und damit endlich guter Content auf deiner Webseite vorkommt. Du weisst ja: Content ist King 😉

Hast du Verfolgungswahn?

Der Black Hat SEO glaubt, dass eine gesunde Dosis Paranoia ein wesentlicher Bestandteil der Langlebigkeit von Black Hat ist. Er hält es für verrückt, Google seine E-Mails (Gmail), Dokumente oder Analysen (Google Analytics) anzuvertrauen. Wenn er sich an einen Google-Mitarbeiter wendet, um auf einer Konferenz eine Frage zu stellen, sorgt er dafür, dass sein Ausweis umgedreht ist. Paranoid würde ich dem nicht sagen. Eher umgekehrt, wer sich nicht so verhält ist einfach nur dumm.

Verschwörungstheorien was Google und SEO betrifft sind wahr

Ok. Hast du Mitarbeiter oder Geschäftspartner?

Der Black Hat Sith ist der König des Outsourcing. Ob Programmierer aus Russland oder Content-Ersteller aus den Philippinen, er weiß, wie man Leverage schafft und es billig macht. Ausserdem bin ich lieber ein Einzelgänger und beschränke meine beruflichen sozialen Kontakte auf meine Mastermind-Gruppen.

Hört sich nicht gerade aufregend an.

Das denkst du. In Wirklichkeit ist das Leben des White Hat Jedi nicht allzu glamourös oder aufregend. Er ist kein Jetsetter, du wirst ihn nicht am Strand in Thailand treffen. Sicherlich verdient er ein gutes Leben, baut Wohlstand auf und kümmert sich um seine Familie. Damit einher geht ein ausgeprägtes Gefühl der Zufriedenheit, des Komforts und der Freiheit. Aber er sieht sich nicht als eine Art 007-Geheimagent.

Ganz im Gegenteil dazu der Black Hat Sith: Er hat Zuhause seine Basis und reist nach belieben als Digitaler Nomade durch die Welt. Dabei trifft er sich mit anderen Black Hat SEOs in Playa del Carmen (Mexiko) um fette Party zu machen, in Chiang Mai um sich auszutauschen oder  in Bali um einfach zu chillen. Immer genügend Bitches am Pool und Koks auf den Tischen, so werden geile Blackhat-Projekte aufgezogen und die Work-Life-Balance im Gleichgewicht gehalten!

Private Black-Hat-Sith-Party in Reutlingen bei Martin Brosy.

Übrigens habe ich gehört, dass an der After-Party vom SEO-Contest einige Black Hat SEOs anwesend sein werden.

Was treibt dich denn an oder überzeugt dich in deiner Sichtweise?

Der Black Hatter ist der ultimative Pragmatiker. Er beschäftigt sich nicht mit der Ethik des Spamming. Er sieht Google als das, was es wirklich ist – ein globales Unternehmen, das seine Gewinne und seine Rendite für die Aktionäre maximieren will. Google Inc. ist nicht die Regierung – ihre “Richtlinien” werden von Profitmotiven getrieben, nicht von Ethik oder Rechtsstaatlichkeit.

Der Black Hat Sith konzentriert sich auf das, was das Ergebnis bestimmt. Wenn E-Mail-Spamming das Endergebnis bestimmt, wird er wahrscheinlich auch daran teilhaben. Und natürlich liegt der Fokus auf dem, was funktioniert. Alles muss selber getestet werden. Im Gegensatz zum White Hat Jedi verlässt sich nicht nur auf das, was jemand sagt.

Die Kosten-Nutzen-Analyse untermauert alle Aktivitäten. Es könnte eine nicht nachhaltige Taktik sein, die innerhalb weniger Wochen zu Tode ausgenutzt wird, und das kann völlig in Ordnung sein, wenn der ROI da ist. Viele der Black-Hat-Taktiken sind kurzlebig, aber genauso viele funktionieren langfristig, ohne dass Google was dagegen unternehmen kann.

Was sind die Taktiken des Blackhat Suchmaschinenoptimierer?

Nun lieber White Hat Jedi, wenn ich dir das verraten würde, müsste ich dich töten. Spass beiseite, denkst du dass ein Black Hat Sith wirklich seine SEO-Geheimnisse verraten würde, damit du in das in einem Blogpost veröffentlichen kannst?

Ich sehe deine Verzweiflung und möchte dir etwas entgegenkommen, indem ich dir zumindest ein paar Kostproben meiner Offpage-Massnahmen gebe. Hier sind ein paar meiner älteren, unsauberen Black-Hat-SEO-Tricks:

  • .EDU Seiten für Links hacken: Beauftragung von russischen und ukrainischen Hackern, um Zugang zu EDU-Sites für Linkaufbauzwecke zu erhalten.
  • EDU-Alumni-Konto Identitätsdiebstahl: Hijacking bestehender Alumni-Konten oder Einrichtung neuer Alumni-Konten durch die Erstellung gefälschter Online-Identitäten auf der Grundlage von Lebensläufen, FaceBook, LinkedIn und anderen mit Social Engineering gewonnenen Informationen.
  • Aggressive Link-Rückgewinnung (z.B. Link-Hijacking): Identifizieren von nicht-kommerziellen .COM-Sites mit starken Linkprofilen, die keine .ORG registriert haben. Dann wird auf der .ORG ein Klon der Webseite erstellt und die Linkquelle kontaktiert, um sie zu bitten, die Links von .com auf .org zu ändern, wobei behauptet wird, dass die Webseite umgezogen ist.
  • Aufbau/Kauf von schlechten Links zu Wettbewerbern: Angriffe auf das Vertrauen und die Autorität der Konkurrenten mit schlechten Links – von vergifteten Linknetzwerken oder durch den Aufbau tausender böser Footer- und Kommentar-Spam-Links auf die Website des Konkurrenten mit dem gleichen optimierten Ankertext.
  • Google-Suggest-Manipulation: Manipulation des Google Eingabefeldes mit negativ behafteten automatischen Suchvorschlägen wie “[Name des Mitbewerbers] Betrug”.

Du siehst, was Blackhat sowie negatives SEO betrifft, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Das ist gemein und teilweise illegal!

Korrekt. Und du bist und bleibst ein richtiger White Hat Jedi, eine Heulsuse, die sich lieber über andere aufregt anstatt seinen eigenen Mann zu stehen.

Heul doch, du White Hat Jedi!

Nachtrag: SEO-Analyse von blackhatsith.com

Als Reaktion auf die Analyse meiner Webseite durch den Black Hat Sith revanchiere ich mich ebenfalls mit einer On-Page- und Off-Page-Analyse der Webseite blackhatsith.com.

Der ist nämlich keinen Deut besser als ich und hat ebenfalls eine Menge minderwertiger Profillinks aufgebaut:

Fairerweise muss ich ihm zugestehen, dass er als Blackhat Sith das darf.